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Botswana - Mon Amour - Reisebericht

so heißt ein Bildband, den mir ein Stammkunde vor Jahren zugeschickt hat. Wie soll man das wunderschöne Land auch nicht lieben ?!?!
 
Im Dezember durfte ich nochmals eine große Safari in Botswana unternehmen, vom Linyanti Gebiet, über das Okavango Delta, die Nxai-Pfannen und in die Wüste der Kalahari. Selbst als Safari-Kenner wurden mir hier wieder ganz neue Aspekte gezeigt:
 
Im Linyanti Gebiet waren wir Gäste in den Camps von Great Plains Conservation, Selinda und Zarafa, beide ganz unterschiedlich mit hervorragendem Wild, ob Wildhunde, Leoparden, Nilpferde zu Wasser und zu Land-oder vor der Terrasse, alles war vorhanden.
       
Selinda ist ein klassisches Camp mit „normalen“ Zelten, bzw. Chalets. Die Lage an der großen Lagune garantierte eine immer hervorragende Aussicht. Das Essen war ausgezeichnet, die Guides reizend und immer guter Laune.
 
Zarafa hingegen ist purer Luxus, die „Zelte“ haben einen riesigen Wohnraum mit Sitzecke, seperater Bar, privatem Pool, Schreibtisch mit ganz persönlichem Briefpapier und dem Namen des Gastes, edler geht’s nimmer. Das zentral gelegene Haupthaus erinnert mehr an ein Wohnzimmer mit großer Terrasse, die Dekoration besteht aus bearbeiteten Fotos von Beverly Joubert, damit würde man sich am liebsten das eigene Wohnzimmer bestücken. Haben Sie Ihr Fernglas vergessen ? Kein Problem – hier liegt ein Swarovski Fernglas für Sie bereit. Möchten Sie eine Profi-Kamera ausprobieren ? Jedes Zimmer bietet leihweise ein Kamera-Kit (Sony oder Canon) mit besten Objektiven, die Bilder werden zur Erinnerung auf CD gebrannt.
     Ein Dinner in Zarafa kann ein Grillabend sein, oder der Chef verwöhnt Sie mit Gaumenfreuden wie in einem Sternelokal. Einfach unglaublich.....
 
Zum Camp gehört eine große Barke, die die Lagune befährt, am besten mit einem leckeren Mittagessen und Champagner.
 
Für die schönste Zeit des Tages, den abendlichen Sundowner, hatte sich das Management noch etwas ganz besonderes ausgedacht: Great Plains Conservation bietet neben den festen Camps auch einen
3-tägigen Expedition Trail an, mit Kanus fährt man durch die Wasserwege des Selinda Gebiets und übernachtet recht rustikal in kleinen Zelten. Diese Zelte und die dazugehörigen „Badezimmer“ hatte man für uns aufgebaut, damit wir auch diese abenteuerliche Variante kennenlernen.
     
Wer wollte konnte auch in eines der Kanus steigen und eine kleine Fahrt auf der Lagune machen. Womit wir nicht gerechnet hatten, war eine 32-köpfige Elefantengruppe, die just an diese Tränke kamen. Ich stand zwar „nur“ am Ufer und beobachtete beide Gruppen, da war man schon richtig richtig nahe dran, weder die Elefanten, noch die Bootsinsassen waren indes wirklich beunruhigt, bis auf eine Safari-Anfängerin. Unser Guide versicherte uns seelenruhig, daß dies ein ganz normales Erlebnis während des Expedition Trails sei.
      
Im Gebiet von Duba war ich einige Jahre nicht mehr, früher waren hier die großen Löwenrudel, die Jagd auf Büffel unternahmen, die absollute Hauptattraktion. Das Bild hat sich gewandelt, da die großen Büffelherden ausbleiben. Dafür hat man nun Panoramabilder von tausenden von Lechwe Antilopen vor sattgrünem Hintergrund, zumindest im Dezember. Ab Mai/Juni sind die meisten Flächen überflutet, nur wenige Inseln ragen aus den Wasserflächen. Wissen Sie eigentlich, warum sich die Antilopen so gerne auf den Inseln aufhalten ? Ganz einfach: sich nähernde Raubkatzen auf Beutezug müssen durch die Kanäle, das spritzt und platscht, die Antilopen sind gewarnt.
Einige der hier ausgewilderten Nashörner sind richtig heimisch geworden, wir haben in 2 Tagen sieben Stück gesehen, u.A. auch das erste freigeborene Nashorn seit vielen Jahren, es heißt Beverly (nach Beverly Joubert, der Fotografin und Mitinhaberin von Great Plains).    
Hier gibt es das „normale“ Duba Expedition Camp, und das äußerst luxuriöse Duba Plains, ein Camp, das seinesgleichen sucht. Die „Zelte“ sind riesig, jeweils mit Terrasse und eigenem Plungepool, kleiner Kühlschrank im Zimmer und –gerade im Dezember höchst willkommen- eine Art Kühlsystem rund um das Bett, lautlos und richtig angenehm bei 37 Grad. Ein wenig fehl am Platze sind die Fitnessgeräte auf der Terrasse, das wirkt merkwürdig. 
Mal abgesehen von den grandiosen Tiererlebnissen (die Big Five in 48 Stunden), finden Sie in diesem –auch preislich sehr anspruchsvollen- Camp einen würdigen Rahmen für die Mahlzeiten oder Cocktails am Lagerfeuer. Es gibt ein Sammlung unterschiedlicher Gin-Sorten, um die manche Bar in München dankbar wäre. Das Personal mixt Ihren Cocktail nach Ihren Vorstellungen, da bleiben keine Wünsche offen. Zusätzlich gibt es einen Weinkeller, der seinesgleichen sucht, sogar meinen Lieblingswein, den Hannibal von Bouchard Finlayson bei Kapstadt wird gerne serviert, eine echte Rarität.

Ein Highlight war der Helicopterflug über das Delta, nicht ganz preiswert, aber phantastisch, wenn man keine Höhenangst hat, der Hubschrauber hat keine Türen, man sitzt angeschnallt ziemlich im Freien....   
 Nicht nur für uns als Tester, sondern auch den „normalen“ Gästen wird das Abendessen zweimal pro Woche, als 9-Gang Gourmet Menu serviert, man steht in lockerer Runde an der offenen Küche für die ersten Gänge, zum Hauptgang geht es an die große Tafel, da ist man dann schon hübsch beschwingt ......
 
Weiter ging es zu einer neuen Generation von Camps in der sogenannten NG32, eine kürzlich eröffnete, private Konzession im Südosten des Okavango Deltas. Das Gomoti Plains Camp liegt an einem kleinen Flußarm und ist eher modern gestaltet, in Pastellfarben und mit jeglichem Komfort, aber ohne großen „Firlefanz“. Das macht sich natürlich preislich bemerkbar. Die Mahlzeiten sind nicht so aufwändig, aber ausgezeichnet, z.B. Burger, Boereworst (gegrillte südafrikanische, rezent gewürzte Bratwürste – mein Lieblingsgericht und den besten und schönsten Grillabend im Busch, den man sich vorstellen kann, inklusive Chor der Mitarbeiter.
 
Etwas weiter südlich liegt das nagelneue Qorokwe Camp von Wilderness Safaris, hier erlebt man einen Zeitsprung und die neue Generation für Safaricamps in Afrika. Wir haben lange diskutiert, ob man in Zelten, Häusern oder Villen wohnt, wir haben uns einfach auf Zimmer geeinigt. Alles ist sehr modern gestaltet, ein wenig eckig, mit Holz- und Naturfarben, sehr geschmackvoll und mit allen Annehmlichkeiten. Das Haupthaus liegt an einer Lagune, von der Frühstücksbar aus hat man schon den Blick auf das Geschehen. Mehrere Sitzecken in verschiedenen  Designs, afrikanische moderne Plastiken und ein großer Pool mit Liegen und Schirmen passen trotz des unterschiedlichen Designs wunderbar zusammen.
    
Da das Camp gerade erst eröffnet hat, ist das Wild noch ein wenig scheu, dennoch haben wir alles gesehen, inklusive  Leopardenmutter  mit Kind. Und ein ganz persönliches Highlight: endlich habe ich meine erste Python gesehen.    Wer es lieber ein wenig altmodischer und heimeliger mag, ist im Wilderness Camp Tubu Tree bestens aufgehoben. Die Zelte sind auf Stelzen gebaut, mit Terrasse und Außendusche, alles ist mit dem Haupthaus über Stege und Hängebrücken verbunden. In den Bäumen liegt die Lounge und der Speiseraum, über einige Treppen erreicht man die witzige Bar inmitten von Baumstämmen und –ästen, am Fuße liegt der Swimmingpool und Lagerfeuerplatz. Statt Nachmittagspirsch hatte man uns auf der Ebene vor dem Camp eine kleine Bar, mitsamt Silberleuchter aufgebaut, bei Snacks und Champagner haben wir die Zebras und Affen vor der leuchtenden Kulisse des Sonnenuntergangs beobachtet, einfach wunderschön.
 
Weiter ging es in die Wüstengebiete Botswanas, in die Camps von Kwando Safaris, ein ganz anderes Erlebnis. Nxai Pan liegt östlich von Maun und gehört zum Makgadigadi Gebiet, schon beim Anflug war ich überrascht, wieviele Elefanten sich hier versammeln, aber das liegt wohl an den Wasserlöchern, die hier gebohrt wurden. Das Camp Nxai Pan liegt wunderschön in einer Ebene vor einem Wasserloch, an dem ich bis zu 60 Elefanten gezählt habe, den ganzen Tag herrscht ein Kommen und Gehen, selbst nachts hört man, wenn es Unstimmigkeiten unter den Dickhäutern gibt, immer wieder lautes Getröte.
       
Von hier aus kann man auch Baines Baobabs besuchen, 5 riesige, jahrtausende alte Bäume stehen auf einer kleinen Anhöhe. Was diese wohl zeit Ihres Lebens alles gesehen haben ?
 
Die Chalets sind aus Lehm gebaut, und daher bei großer Hitze nicht zu heiß, der Ventilator hilft auch. Das Haupthaus ist sehr geräumig mit Bar, Restaurant, kleinem Pool und Lagerfeuerplatz. Im Souvenirshop gibt es hübsche Kinkerlitzchen aus Glasperlen, bis ich das Schildchen „made in China“ entdeckt habe, ich finde ein Grund für ehrliche Entrüstung !
 
Das Personal war reizend und sehr aufmerksam, auch Sonderwünsche wurden prompt erfüllt, bzw. kaputte Schiebetüren umgehend repariert. Neben Pirschfahrten mit Elefanten, Löwen, Zebras, jeder Menge Schakale, kann man auch einen Spaziergang mit einem Buschmann unternehmen, das ist zwar ein wenig gestellt und touristisch, aber wegen des natürlichen Charme der Jungs und dem Stolz auf ihr Erbe, rate ich dennoch daran teilzunehmen. Man erfährt eine ganze Menge über Tiere, deren Felle und die Art der Buschmänner zu jagen und Fallen zu stellen.
 
Meine letzte Station war das Camp Tao Pan in der Kalahari, wieder eine ganz andere Landschaft, geprägt von den großen Pfannen und endloser Weite. Löffelhunde und Oryx sieht man täglich, wir hatten das Glück auch immer wieder Cheetahs zu finden, einmal sogar mit einem noch zappelnden Oryx-Baby in den Pranken, wir hatten die Jagd um Minuten verpaßt. Ein besonderer Leckerbissen war die Sichtung eines Erdwolfes, allerdings nur Ohren und Nase, er war sehr schüchtern......
 
Das Camp liegt auf einer felsigen Anhöhe, die Chalets haben Blick auf das Wasserloch. Jeden Morgen hatte ich Leopardenspuren neben meiner Behausung.     
Die Sonnenuntergänge sind hier besonders spektakulär, allerdings gibt es keine Nachtpirschen, da sich das Camp innerhalb des Nationalparks befindet.
 
Das wars auch schon, bis zum nächsten Mal.....
Eure Mama-Safari

PS: die Bilder sind nur mit kleiner Kamera gemacht oder per Handy....

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